Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung kann die gesetzlichen Lücken ausgleichen und leistet im Falle der Berufsunfähigkeit, egal, ob sie Folge eines Unfalls oder einer Krankheit ist. Die bisherige Berufsunfähigkeitsrente gibt es seit 2001, für die Jahrgänge ab 1961 nicht mehr. Die neue Rente nennt sich jetzt Erwerbsminderungsrente und kann nicht im Geringsten die Folgen einer früheren Erwerbsunfähigkeit abdecken.
Nur wer weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kann erhält die volle Rente. Die halbe Rente wird bei weniger als sechsstündiger Arbeitsfähigkeit pro Tag gezahlt. Als junger Berufseinsteiger muss man für seinen Anspruch auf eine staatliche Erwerbsminderungsrente in der Regel mindestens fünf Jahre versicherungspflichtig gearbeitet haben. So sind gerade Freiberufler und Selbständige noch stärker betroffen, da Sie meist nur sehr geringe Ansprüche aus einem früheren Angestellten Verhältnis geltend machen können und somit kaum in die Erwerbsminderungsrente eingezahlt haben.
Die heutige seelische und körperliche Belastung im Berufsleben führt leider dazu, dass jeder fünfte Arbeitnehmer im Alter zwischen 50 und 55 Jahren vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden muss. Knapp zehn Prozent der neuen Berufsunfähigkeitsfälle sind jedoch jünger als 40 Jahre. Gerade diese Zahlen sollten Sie dazu anregen sich vorzeitig um eine private Bewerbsunfähigkeitsversicherung zu kümmern.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gilt generell als eine für fast alle Bevölkerungsgruppen wichtige Versicherung. Statistiken geben allgemein darüber Auskunft, dass eine wachsende Zahl der Erwerbstätigen vor allem durch psychische Probleme ihren ursprünglich gelernten Beruf vorzeitig aufgeben müssen, weil sie dessen Anforderungen nicht mehr erfüllen können. Staatliche Hilfe im Falle einer Berufsunfähigkeit ist je nach Altersgruppe der Erwerbstätigen Frauen oder Männer entweder nur sehr gering oder wird gar nicht mehr geleistet. Mehr und mehr wird es in diesem Bereich wichtig, sich privat um eine optimale Vorsorge zu bemühen und eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Es gibt daher entsprechend eine große Zahl von Angeboten bei Versicherungen, die das Risiko der Berufsunfähigkeit abdecken. Ob als erwerbstätige Arbeitnehmer oder selbstständige Unternehmer, für alle berufstätigen Personen gilt, dass ein etwaiger Verlust der eigenen Arbeitskraft sich verheerend auf die eigene finanzielle Situation auswirken kann. Die Wahrscheinlichkeit, einmal berufsunfähig zu sein, ist dabei nicht so gering, als dass man sich um diesen Fall keine Gedanken zu machen bräuchte. Eine Berufsunfähigkeit sorgt hier vor und hilft, diesem unkalkulierbaren Risiko zu begegnen.

Um sich selbst und die Familie davor abzusichern, im Fall der eigenen Berufsunfähigkeit in ein finanzielles Loch zu geraten, sollte die Berufsunfähigkeitsversicherung, und auch die Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Verweisung, möglichst frühzeitig, am besten schon zu Beginn der Berufstätigkeit, abgeschlossen werden. Es lässt sich kaum vorhersagen, ob und in welchem Umfang ein einzelner Mensch auch nach Jahrzehnten seiner Arbeitstätigkeit noch fähig sein wird, diese auszuführen. Nicht nur physische sondern vor allem auch psychische Faktoren können sich so auswirken, dass man im gelernten Beruf nicht mehr bis zum Eintritt in das normale Rentenalter arbeiten kann. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher für einen Erwerbstätigen kein überflüssiger Luxus, sondern eine sinnvolle Absicherung eines nicht vorhersagbaren Risikos. In manchen Berufen ist zudem eine besonders hohe psychische Belastbarkeit der darin tätigen Frauen oder Männer erforderlich, ohne die man den täglichen Anforderungen kaum gerecht werden kann. Aber auch in weniger belastenden Berufen kann dennoch mit den Jahren eine belastende Situation für den Einzelnen entstehen, die sich in keiner Weise vorhersagen lässt. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann zum Beispiel auch wichtig sein, da psychische Probleme mit der Zeit zunehmen und schließlich für den Verlust des Arbeitsplatzes verantwortlich sein können, oder die weitere Ausübung einer bisherigen selbstständigen Tätigkeit noch vor dem Eintritt in das Rentenalter unmöglich machen. Auch körperliche Beeinträchtigungen sind für den Einzelnen nicht vorhersagbar, so können plötzliche Unfälle oder andere äußere Einwirkungen Krankheiten oder Behinderungen verursachen, die dann der Grund dafür sind, dass man die Fähigkeit verliert, den eigenen Beruf auszuüben.

Dennoch kann im Fall einer Berufsunfähigkeit kaum jemand in einem solchen Fall den Verlust des Einkommens einfach so hinnehmen. Je eher man hier als Erwerbstätiger die Vorsorge mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung in Betracht zieht, desto besser. Gerade wenn man noch jung ist und sich kaum vorstellen kann, die im Beruf erforderlichen Leistungen einmal nicht mehr erbringen zu können, besteht meist der ideale Zeitpunkt zum Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung. Die anstehende Gesundheitsprüfung stellt nämlich in jungen Jahren meist noch keine nennenswerte Hürde zum Einstieg in die Berufsunfähigkeitsversicherung dar. Ein Gesundheitstest ist vor einem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung aber in jedem Fall erforderlich.



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