Risikolebensversicherung
Die Risikolebensversicherung, erfunden bereits im alten Rom, zählt ohne Zweifel zu den Klassikern unter allen Versicherungen. In Deutschland ist sie nach wie vor eine der am häufigsten abgeschlossenen Versicherungen. Niemand macht sich gern Gedanken über das eigene Ableben. Dennoch sollte man sich früh genug um eine optimale Absicherung kümmern. Wer die Familie für den Fall des eigenen Ablebens absichern will, wählt eine Risikolebensversicherung. So stehen im Falle eines Falles Ehepartner und Kinder nicht plötzlich ohne Geld da. Der Tod des Ehepartners ist schon schlimm genug, wenn dann noch eine finanzielle Misere hinzu kommt, trifft das die Angehörigen doppelt. Insbesondere wenn es nur einen Verdiener in der Familie gibt, von dessen Einkommen die übrigen abhängig sind, sollte man innerhalb der Familie auf diese Versicherung auf keinen Fall verzichten. Wenn das gewohnte Haupteinkommen wegbricht, kann das nämlich für die Hinterbliebenen schnell zum finanziellen Desaster führen, zumindest kann der bisherige Lebensstandard nicht ohne weiteres fortgeführt werden.Als zusätzliche Option bei Risikolebensversicherungen besteht zudem die Möglichkeit, dass sich Ehepartner vom Versicherer auch gegenseitig vertraglich als Begünstigte in die Police einer Risikolebensversicherung eintragen lassen, so dass beide Ehepartner optimal geschützt sind. Auch in diesem Falle sorgt dann die Lebensversicherung bei Ableben eines Partners dafür, dass sich keine allzu schmerzhaften finanziellen Engpässe ergeben. Eine Risikolebensversicherung sollte von Zeit zu Zeit überprüft und falls nötig angepasst werden. Sollten sich Änderungen der persönlichen Lebenssituation einstellen, beispielsweise durch eine Scheidung, muss hier möglicherweise daran gedacht werden, die dadurch notwendig gewordenen Änderungen in der Police vorzunehmen. Bei reinen Risikolebensversicherungen wird die Versicherungssumme von der Versicherungsgesellschaft im Todesfall während der vertraglich vereinbarten Laufzeit an den Begünstigten ausgezahlt. Nach Ablauf des Vertrages muss man im Einzelnen prüfen, ob man die Risikolebensversicherung verlängern oder neu gestalten möchte, oder ob inzwischen eher ein anderes Produkt zur optimalen Absicherung in Frage kommt.
Reine Risikolebensversicherungen ohne zusätzliche Module wie ein mit der Lebensversicherung meist verbundener Vermögensaufbau sind selten geworden. Verbreiteter als reine Risikolebensversicherungen sind hingegen Lebensversicherungen, die zusätzlich eine Kapitalanlage oder einen Zusatz zur Altersvorsorge mit der Abdeckung des Todesfall-Risikos kombinieren. Ein sehr beliebtes Modell ist in Deutschland die Fondsgebundene Lebensversicherung. Hier werden die monatlichen Beiträge in Fonds investiert und zum Ende der Laufzeit wird das angesparte Kapital an die versicherte Person ausgezahlt. Je nach vereinbarten Konditionen können die Versicherten zum Ende des Vertrags alternativ die angesparten Investmentfonds in ein eigenes Depot übernehmen, falls etwa ein Verkauf der Fonds zu diesem Zeitpunkt ungünstig wäre.
In jedem Falle lohnt es sich, die Angebote der einzelnen Versicherer genauestens unter die Lupe zu nehmen. Eine Ersparnis bei den monatlichen Beiträgen rechnet sich insbesondere über den langen Zeitraum - meist über Jahrzehnte - hinweg, zu dem eine Risikolebensversicherung normalerweise abgeschlossen wird. Natürlich sollte man bei dem Vergleich der verschiedenen Konditionen auch die Leistungen mit einbeziehen. Es bringt nicht viel, hier am falschen Ende zu sparen, wenn die vereinbarten Leistungen einer Police mit zwar günstigen Tarifen nicht zu den persönlichen Erfordernissen passen. Verantwortungsbewusste Versicherungsberater beziehen hier vor Abschluss des Vertrags alle wichtigen Faktoren mit ein und geben ihren Kunden alle Informationen, die im Bereich der Risikolebensversicherungen notwendig sind.