Entstehung der Riesterrente
Der Grundstein zur staatlich geförderten Altersvorsorge wurde im Jahr 2000/2001 gelegt. Im Zuge der Rentenreform sank das Nettoeinkommen des Eckrentners von 70% auf 67%. Der sogenannte Eckrentner wird seitens der Bundesregierung und Deutschen Rentenversicherung dazu benutzt, dass durchschnittliche Rentenniveau in Deutschland abzubilden. Diese fiktive Person hat das 65. Lebensjahr erreicht und war über 45 Jahre Mitglied der Rentenversicherung. Um die so entstandene Versorgungslücke wieder schließen zu können, wurde ein Modell zur privaten Altersvorsorge entwickelt. Dieses Modell geht davon aus, dass während des Arbeitslebens Beitragszahlungen in eine private Rentenversicherung, Fonds oder einen Sparplan geleistet werden. Mit Beginn des Ruhestandes wird das so angesparte Kapital Monat für Monat wieder ausgezahlt. Die Anbieter solcher Verträge mussten sich dazu verpflichten, neben der eingezahlten Summe und den staatlichen Zulagen, einen festgelegten Zins mit auszuzahlen. Aus diesem Grund eignet sich die Riesterrente besonders für konservative Anleger, die das Risiko eines offenen Investmentfonds scheuen.Allerdings hat die staatliche Altersvorsorge zur Folge, dass nur bestimmte Personengruppen in den Genuss der Förderung kommen. Wer nicht Mitglied der gesetzlichen Rentenversicherung ist, kann leider nicht an den staatlichen Zuwendungen für seine Altersvorsorge partizipieren. Besonders Selbstständige und Freiberufler wurden bei der Planung eindeutig benachteiligt. Der Name Riester Rente geht im Wesentlich auf Walter Riester zurück, Der damalige Bundesminister für Arbeit und Soziales war maßgeblich an der Gestaltung der Rentenreform und Einführung der staatlich geförderten Altersvorsorge beteiligt. Aus diesem Grund trägt sie heute seinen Namen.